Direkt-Aufruf :
Verantwortlichkeit

Hallo @all,

gibt es hier Rechtskundige?

Mich würde interessieren, wer für Foreninhalte rechtlich verantwortlich ist, wenn auf Basis des Foreninhaltes etwas Ernsthaftes passiert.

Nicht nur in diesem, auch in allen anderen BDSM-Foren werden gelegentlich Statements veröffentlicht, die - vom Unkundigen für wahr genommen - geradewegs lebensgefährlich sind bzw. auch fast zielgerichtet zum Tod führen.

Klarer Weise ist in letzter Konsequenz immer der verantwortlich, der eine Handlung ausgeübt hat, die zu einer Katastrophe geführt hat.

ABER - wenn aus einem "Fach-Forum" die Anleitung dazu kam - oder ganz ba***, Unwissen als Tatsache veröffentlicht wurde - in wieweit sind die Betreiber/Mods dafür mitverantwortlich, wenn sie Falschinformationen stehen lassen?

Oder anders ausgedrückt: Wieweit muss man von Betreibern/Mods eines Fach-Forums (und ein BDSM-Forum ist ein Solches) erwarten, dass sie im Metier selber sattelfest sind und ggf. einschreiten?

Die originären Veröffentlicher der Beiträge selbst sind ja oft nicht fassbar (z.B. falsche Mail-Addy oder falsche persönliche Daten).

Auslösend für meine Frage waren Threads zum Thema "Strom" - aber es betrifft auch andere Threads, z.B. zum Thema "Atemkontrolle".

The_Whiper
21 Kommentare & Antworten
tantalus: Mich würde interessieren, wer für Foreninhalte rechtlich verantwortlich ist, wenn auf Basis des Foreninhaltes etwas Ernsthaftes passiert.

Hallo Whiper -

Wenn ein Schüler Amok läuft, weil er sich vorher Gewaltfilme oder -spiele angeschaut hat, so werden die Hersteller auch nicht herangezogen. Richterin/ Richter werden nur schwer nachweisen können welche Filme oder Spiele ausschlaggebend für die Tat waren. Ebenso verhält sich dies auch mit den Beiträgen in Bdsm-Foren.

Denke ich mir mal so.

Gruß,tantalus
The_Whiper: @-anarcho-,

was ist denn der "gesunde Menschenverstand" konkret? Worauf ist er begründet?

Auf die Mehrheit? Schulwissen? #Erziehung?, Religion? was anderes - und ggf. auf WAS?...

The_Whiper
crow: Wenn jemand leichten Gemütes, blauäugig und leichtgläubig ist. Aufgrund dieser Eigenschaften einem Forum Glauben schenkt und es etwas passiert, was nicht sein sollte, dann könnte man auch hinterfragen, wieso ist der Mensch so? Dann müßte man weiter zurück gehen als zu einem Forum.

Und es kommt darauf an, aus welchem Kulturkreis man herkommt. Nicht alles was hier verboten und geboten ist und als mor**isch richtig gilt, ist in anderen Kreisen automatisch verwerflich.

Man könnte auch fragen, wer hat diese oder jene Verhaltensregel aufgestellt, gegen die man verstößt, denn das ist das eigentliche Problem.


Tantalus, es kommt noch hinzu, dass es deine ausgemusterte Dienstwaffe der Polizei Niedersachsens war. Auf dessen Verkauf kann der Landessäckel nicht verzichten. Also: Würden die Waffen nicht verkauft werden müssen, so hätte er zumindest diese Waffe nicht in Händen gehabt.


Für mich gilt, alles hat Ursache(n) und Wirkung(en). Mit allem was ist tue, und sei es nur ein Atemzug, erziele ich eine Wirkung, die wiederum eine Ursache hat und bewirkt.
tantalus: wieso ist der Mensch so?



Hallo Crow -

Die Hemmschwellen sind kleiner geworden in allen Bereichen des menschlichen Lebens. Der Mensch ist ein Stück der Gesellschaft und direkt wie auch indirekt bildet und fördert er die Neugestaltung: Alles muss höher, weiter und größer sein. Die Industrie, die Medien bieten XXL an und der Konsument unterstützt durch seinen Bedarf diese Forderungen, die wiederum durch größere Ziele ersetzt werden.

Nehmen wir das Beispiel aus dem vergangenen Jahr den Selbstmord eines Torwartes. Ein durch die Konsumgesellschaft überbezahlter Gladiator des 20./21. Jahrhunderts, der zur "Belustigung", der überdrüssigen Gesellschaft der Langenweile gespielt hat. So tragisch wie der Selbsttod auch ist, so steht das Medienspektakel in einem ungesunden Verhältnis zu anderen Personen, die z.B. politische Verantwortungen übernommen haben oder kulturelle Wirkungen zeigten. Nichts gegen Fußball aber man setzt den Kommerz über den kulturellen Anspruch. Wir dürfen die Bundeskanzlerin des öfteren bei Fußballspielen sehen, hingegen sehr selten bei Theaterpremieren, Kunstausstellungen usw. Dass Zusammentreffen zwischen Politik und Wirtschaft können wir beobachten, hingegen so gut wie nie Politik und Köpfe der Geisteswissenschaften. Ich vermisse die Kopfanspannungen.

Das Überangebot an Gewaltverherrlichung, Freizeitspaß reduziert das geistige Angebot zunehmend. "Wieso ist der Mensch so?" Er wird nicht gefordert, das eigene Hinterfragen steht nicht mehr zur Diskussion.

Kürzlich war ich in einer Buchhandlung im Berliner Europa-Center. Es war erschreckend: Kochbücher, Krimis, Phantasie-Literatur, eine lächerliche Kunstliteratur-Abteilung (mehr Bilderbücher, mehr populäres Geschreibsel), Bücher über Panzer und Flugzeuge und sehr wenige Bücher politischer Erinnerungen, wie z.B. Helmut Schmidt... den kennt man ja.

Themen wie diese reduziere ich immer ganz gerne, um das umfassende Thema auf einen verständlichen Nenner für mich zu bringen. Ich sage immer, dass ich nicht von meinen Eltern erzogen wurde, vielmehr haben sie mir ihr Leben vorgelebt. Kinder erkennen sehr wohl was gut und nicht gut ist, was Recht und Unrecht ist. Projektiere ich Familie auf Gesellschaft, dann stellt sich bei mir die Frage: Wer lebt in politischer und kultureller Verantwortung der Gesellschaft etwas vor?

Du hast geschrieben „Und es kommt darauf an, aus welchem Kulturkreis man herkommt.“ Meine Frage: Besitzen wir momentan Kultur im Sinne des Wortes?

Ich stimme Dir zu, wenn Du schreibst „Für mich gilt, alles hat Ursache(n) und Wirkung(en).“

Beste Grüße und danke für den Gedankenanstoß!tantalus
LotOfKnots: hallo tantalus,

ich muss Dir da ein klein wenig widersprechen...

es ist laengst nicht mehr so, dass der konsument die marktziele definiert, sondern vielmehr die wirtschaft und finanzkraft.

und wenn diese millionen und milliarden in den markt "fussball" investiert (weil sie damit mehr menschen ansprechen kann als mit einem kritischen drama auf der theaterbuehne), dann sorgt sie eben auch dafuer, dass fussball im fernsehen gezeigt wird, und nicht das theaterstueck.

ob das jetzt "richtig" oder "falsch", "gut" oder "schlecht" ist, lassen wir mal dahingestellt.

und so bin ich sicher, dass die bundeskanzlerin mindestens genauso oft in einer kunstausstellung ist oder sich mit geisteswissenschaftlern trifft, wie sie ins fussballstadion geht - nur wird das eben nicht im fernsehen gezeigt.

im gleichen masse trifft das auch auf die literatur zu:auch ich habe politische erinnerungen von helmut schmidt oder hans-dietrich genscher im regal stehen, direkt neben den buechern von peter scholl-latour; die "erinnerungen" eines guido westerwelle wuerde ich mir nicht mehr kaufen - er haette sie sowieso nicht selbst geschrieben. selbst die eines wolfgang schaeuble interessieren mich nicht mehr - er "vergisst" sowieso die wichtigen details. die "memoiren" eines 25-jaehrigen popsternchens kaufe ich aber genauso wenig. und selbst wenn diese auf der bestseller-liste stehen, frage ich mich, ob sie auch wirklich von allen kaeufern gelesen wurden. aber das gab es auch schon in den 80ern, als zwar alle umberto ecco kauften, die meisten aber nach den ersten #paar seiten verzeifelt das lesen wieder aufgaben, selbst wenn es in diesem fall moeglicherweise lesenswert gewesen waere.

kultur ist das, was die menschheit aus dem bewusstsein heraus hervorbringt.

genauso wie goethe, bach oder mozart genies ihrer zeit gewesen sind, so sind es in der modernen zeit sinatra, elton john, madonna oder auch robbie williams.

der unterschied ist, dass unsere kultur "schneller" geworden ist. und - zugegebener massen - wohl auch unehrlicher. und durch massenmedien ist auch die kultur der massen in den mittelpunkt gerueckt, nicht mehr die kultur der "elite".

ich moechte diesen kulturellen wandel bewusst nicht werten - manches finde ich in ordnung, anderes weniger. in einem punkt bin ich aber sicher: dass der kommerz heute die kultur beherrscht, traegt nicht unbedingt zu ihrer positiven entwicklung bei...

LotOfKnots
tantalus: Lieber LotOfKnots -

Schade, ich habe wohl missverständlich meinen Beitrag formuliert. Ich bin kein Gestriger und die Alibi-Gestalten aus der Vergangenheit waren in meinem Beitrag nicht gefragt.

Die geistige Auseinandersetzung von Jetzt und Hier waren mein Anliegen.

Es ist unwichtig, fast ba***... aber warum wird ständig die Bundeskanzlerin von den Medien in einem Fußball-Stadion gezeigt und nicht bei anspruchsvollen Anlässen? Das Volk wird von den Medien bedient, das Volk, die Gesellschaft unterstützt mit ihrem Interesse die Medien-Politik. Ein Korrespondent wird an die Bahnschranke gestellt, wo ein Torwart kurz zuvor von einem Schnellzug zerfetzt wurde. Doch, das ist eine sehr wichtige Berichterstattung in den 20-Uhr-Nachrichten, sogar für Sondersendungen. In meinen Augen ist das Medienrummel, aufputschen von falschen Emotionen und gleichzeitig eine gewisse Abstumpfung von zwischenmenschlichen Gefühlen. Wie viele Hartz-Empfänger nehmen sich wohl pro Jahr das Leben? Fragen wir nicht danach, die Nachfrage des Publikums ist gering. Du hast meine Kritik nicht verstanden, lieber LotOfKnots.

Nichts gegen die Leichtigkeit des Lebens, nur vermisse ich den Gegenpart.

Wenn ich die Erinnerungen von Schmidt erwähnt habe, so war das der reine Zufall. Ich habe die Popularität, die Verkaufsaussicht damit in den Vordergrund gestellt, die die Buchhandlung als Grund für die Aufnahme ins Sortiment erwägt hat, weniger des guten Inhaltes wegen.

Ausgangspunkt des Themas war, ob fehlende Aufklärung, kritisches Lesen im Internet die Folge von Gewalttaten hervorruft.

Wenn Du der Meinung bist, dass Elton John & Fußball mit Frau Merkel förderlich sind... tja.... dann, dann lasse ich das mal so stehen.

Etwas ratlos grüßend,tantalus
LotOfKnots: hallo tantalus,

ich denke, ich habe Dich durchaus verstanden, ich habe eigentlich lediglich in 2 punkten widersprochen:

1. haben wir sehr wohl eine "kultur" im sinne des wortens, und

2. stelle ich die these auf, dass nicht der konsument das "hoeher, weiter, groesser" festlegt, sondern die industrie und deren profitgier. leider laesst sich die grosse masse allzu oft durch die werbung beeinflussen.

das fussballspiel wird ja nicht deshalb uebertragen, weil frau merkel anwesend ist.

ich habe frueher gerne sport im fernsehen gesehen, weil ich den ursprungsgedanken eines sportlichen vergleiches durchaus fuer foerderlich halte. nur ist dieser seit der kommerzialisierung verloren gegangen. wenn heute also im fussballstadion 22 mann auf dem platz den arm hochreissen, wenn der ball ueber die auslinie rollt, sich aber keiner mehr fuer fairness interessiert (mag sein, dass es solche spieler noch gibt, aber die werden es sicherlich nicht in eine fernseh-uebertragung schaffen), dann ist das kein sport mehr, der mich interessiert.

deswegen bin ich auch dafuer, das doping im sport frei zu geben, denn erst, wenn sich alle idioten bloed oder tot gedopt haben (in der hoffnung auf das grosse geld), sind wieder faire wettkaempfe moeglich.

UPS!!!

da sind wir ja wieder bei der verantwortlichkeit...

werde ich jetzt verklagt, weil sich moeglicherweise jemand wegen meiner aussage zu tode dopt?

nun, antichrist, weil Du ja eine klare aussage forderst: ich lasse es einfach drauf ankommen...

und das gilt auch fuer mich als Mod hier; weil meine persoenlichen beweggruende, warum ich dies hier ehrenamtlich tue, so ganz anders geartet sind als die irgendwelcher rechtsbewahrer beim paragraphendeuten beim blick in die glaskugel...

LotOfKnots
The_Whiper: Wie so oft nimmt ein konkretes Thema, eine konkrete Fragestellung leider sehr unterschiedliche Wege, die letztlich am Thema völlig vorbei gehen. Gerade das macht es auch so mühsam und in letzter Konsequenz unerfreulich, sich hier mit einem konkreten Thema zu beteiligen - aber auch mit konkreten Antworten auf die Fragen anderer User zu antworten. Beides endet immer wieder letztlich in irgendwelchen "Hahnenkämpfen" - und daran liegt mir schlicht einfach nichts, weil ich das in letzter Konsequenz lächerlich und sinnlos finde.


@-anarcho-,wieder hast du ein rhetorisches Meisterwerk verfasst, nicht ohne die üblichen Seitenhiebe auf meine Einstellung - dummer Weise kratzt mich das gar nicht... *ggg*

Mag sein, dass du mit deinem rhetorischen Geschick eine Reihe User blenden kannst - das sei dir herzlich vergönnt. Ich neide dir keineswegs die Gabe, viel und geschickt zu REDEN - aber letztlich nichts zum Thema zu SAGEN...

Hast du es eigentlich schon mal in der Politik versucht? Dort sollten dir doch eigentlich Erfolge kraft deiner geschickten - und letztlich doch inhaltslosen - Worte, vorbestimmt sein...



@all,die Frage, warum ich mich hier nur sehr sporadisch beteilige, ist begründet - hat aber auch konkrete Antworten:

- Diskussionen, die nicht beim Thema bleiben können, lehne ich ab.- Ebenso lehne ich Diskussionen ab, die in permanenten Unterstellungen einzelner ausarten - so lässt sich aus meine Sicht keine vernünftige Diskussion führen.- so lange sich da nichts Grundlegendes daran ändert, ist mir schlicht meine Zeit zu schade, an "Wirtshausdiskussionen" über gegenseitige Eitelkeiten teil zu haben. - so lange es sich um rein sachliche Diskussionen handelt, bringe ich mich hingegen gerne ein. Leider haben die Seltenheitswert...

The_Whiper
LotOfKnots: die Frage, warum ich mich hier nur sehr sporadisch beteilige, ist begründet - hat aber auch konkrete Antworten:

- Diskussionen, die nicht beim Thema bleiben können, lehne ich ab.- Ebenso lehne ich Diskussionen ab, die in permanenten Unterstellungen einzelner ausarten - so lässt sich aus meine Sicht keine vernünftige Diskussion führen.- so lange sich da nichts Grundlegendes daran ändert, ist mir schlicht meine Zeit zu schade, an "Wirtshausdiskussionen" über gegenseitige Eitelkeiten teil zu haben. - so lange es sich um rein sachliche Diskussionen handelt, bringe ich mich hingegen gerne ein. Leider haben die Seltenheitswert...

The_Whiper
hallo The_Whiper,

wenn Du diskussionen moechtest, die beim thema bleiben, dann geh zu einer moderierten podiums-diskussion, die auf 2 stunden begrenzt ist, und bei der teilnehmer einzeln aufgerufen werden. im internet, ohne zeitliche begrenzung und rund-um-die-uhr-moderation, wirst Du eine solche diskussion nirgendwo finden.

eine unterstellung wird erst dann zu einer, wenn man sich persoenlich angesprochen fuehlt; Du kennst -anarcho-\'s beitraege, und weisst, dass sie immer in einem rundumschlag ausarten. prinzipiell appelliert er jedoch nur an die eigenverantwortung.

natuerlich unterstelle ich Dir bei Deiner eingangsfrage ernsthaftigkeit und guten willen; vielleicht gibt es aber einfach deshalb nicht mehr antworten zum eigentlichen thema, weil die rechtslage eben nicht eindeutig ist? (siehe beitrag von Jagdwolf)

natuerlich wird in einzelnen beitraegen zu manchen themen gelegentlich unsinn geschrieben; solange im gleichen thread jedoch auch beitraege eingestellt werden, die darauf hinweisen oder generell auf gefahren hinweisen, ist zumindest meine welt - auch als Mod - in ordnung.

wer sich einen einzelnen beitrag aus einer diskussion rausfischt, oder anders gesagt: sich zu einem thema nur an hand einer einzigen, ungesicherten quelle informiert, hat aus meiner sicht tatsaechlich schlichtweg pech gehabt...

LotOfKnots
The_Whiper: @Jagdwolf,

danke für die sehr interessanten Links zu meiner Frage. Irgendwie schon eigenartig, dass es zu einem Thema nicht einmal im selben Land eine einheitliche Judikatur gibt. Internet und Foren sind ja nun nicht eben so neu oder unwesentliche Medien der heutigen Zeit, dass man ein #paar grundsätzliche Fragen nicht längst hätte wenigstens landesweit juridisch klarstellen können. Damit müssen wir wohl leben.



LotOfKnots und Jasmin,

JA - wenn ich hier eine Frage aufwerfe, dann ist sie grundsätzlich ernst gemeint - und zwar OHNE jeden anderen Hintergedanken (also auch OHNE den Hintergedanken, etwa Moderatoren oder Betreiber angreifen zu wollen!!!).

Wenn ich Kritik an jemandem übe, dann sage ich es auch konkret was mir an wem nicht passt und verstecke mich nicht hinter wortreichen Verklausulierungen. Manche verstehen meine Kritik sogar als konstruktiv, andere halt nicht.

Auch mir schlug hier manche mitunter sehr herbe Kritik entgegen - aber Kritik ist an sich nichts Negatives, sondern sehe ich eher als Grund darüber möglichst objektiv nachzudenken - WENN sie es nicht am ganz normalem zwischenmenschlichen Respekt vermissen lässt. Ob ich dann zu dem Ergebnis komme, dass die Kritik berechtigt war oder nicht, ist eine andere Geschichte. Kann ich Kritik als berechtigt empfinden, stehe ich überhaupt nicht an, mich auch mal für ein Statement zu entschuldigen - ist in der Vergangenheit auch schon passiert. Auch mir passieren Fehler, auch ich bin manchmal vielleicht ungerecht.


Da der Thread "Armselig" offenbar noch in guter Erinnerung ist: in dessen Verlauf kommt sehr schon zum Ausdruck, was ich damals mit meinem Eingangsposting zum Ausdruck bringen wollte. Leider...

Ich habe inzwischen zur Kenntnis genommen, dass Manches eben so ist, wie es ist - ob's mir nun gefällt oder nicht.



LotOfKnots,

Zitat: "eine unterstellung wird erst dann zu einer, wenn man sich persoenlich angesprochen fuehlt; Du kennst -anarcho-'s Beitraege, und weisst, dass sie immer in einem rundumschlag ausarten."

Wir beide wissen, dass -anarcho- kraft seines rhetorischen Geschickes seine Beiträge so schreiben kann, dass jeder im Forum den Angesprochenen geradeso erkennt, als wenn er schlicht dessen Nick geschrieben hätte - man muss sich gar nicht lange betroffen fühlen um zu wissen, wen er mit seinen abfälligen Bemerkungen meint.

Es wurde die Frage aufgeworfen, was mich konkret stört: Mich stört, dass mit zweierlei Maß gemessen wird. -anarcho- kann offenbar mit seinen "Rundumschlägen" - und das seit "immer" - jeden nach #Lust und Laune wohin auch immer treten - wenn ich aber Kritik übe, dann legt man mir die "Zwangsverabschiedung" nahe, obwohl ich jederzeit jeden meiner kritischen Anmerkungen auch mit praktischen Beispielen sehr konkret belegen könnte - und auch bereits habe...


jasmin_,Zitat: "Ich würde es begrüßen, wenn Du offensichtlich machst, wer Du bist und warum Du diese Kritik übst, vielleicht fällt es dann auch dem ein oder anderen leichter damit umzugehen. Solange Du Dich "versteckst" hinterlässt die Kritik in der Art und Häufigkeit in der Du sie ausübst (sei sie berechtigt oder nicht) einfach einen schalen Geschmack bei mir, was ich mehr als bedauerlich und unnötig finde."

- Wer ich bin? Ein User dieses Forums. Mit reichlich Erfahrung im #BDSM und manchmal mit Fragen. Aber auch bereit, mich nach Maßgabe meiner Zeit mich in ernsthafte Fragestellungen in einem Thread einzubringen - jedenfalls, so lange er beim Thema geblieben ist.Ich weiß nicht, wer du bist, wer LordOfKnots ist, wer -anoracho- ist oder sonst wer. Warum sollte also ausgerechnet ich meine Identität preis geben?

- warum ich Kritik übe? Ich denke, das habe ich in meinem Thread "Armselig" hinreichend dargestellt - die darauf erfolgten Beiträge beweisen doch hinreichend, dass die Kritik nicht aus der Luft gegriffen war, oder braucht es noch weitere Beispiele direkt aus diesem Forum?

- ich verstecke mich nicht. Ich bin der, dessen Gedanken du hier liest. Genau so real (oder auch irreal) wie "jasmin_", "LordOfKnots", "-anarcho-", wer immer...



@all,ich entschuldige mich bei allen Usern, dass der Großteil meiner Antworten hier am eigentlichen Thema vorbei geht - aber es wurden eine Menge Fragen gestellt, auf die es mir wichtig war zu antworten.

The_Whiper
Karinb: @ The_Whiper,


Fakt ist, um auf Dein ursprüngliches Posting zurück zu kommen, dass nach der aktuellen Rechtsprechung ein Betreiber grundsätzlich erst nach Kenntnisnahme haftet. Wobei sich dies auf FORENBEITRÄGE bezieht, also bei Beleidigungen etc., und eben nach Gutdünken des jeweilig zuständigen LG/ OLG.

Siehe: ****


Da die Problematik dieses Threads (respektive Auszüge aus dem "Strom-Thread") auch an unseren RA weitergegeben wurden :



1. Eine unmittelbare Strafbarkeit kann ich den Forenbeiträgen nicht entnehmen, soweit keine Anleitung zu einer Straftat vorliegt oder Gewalt verharmlost bzw. verherrlicht wird. Allerdings könnten Jugendschutzgesetze verletzt werden, wenn der Zugang auch für Minderjährige möglich ist.

2. Das Thema Forenhaftung ist weiter in der Diskussion. Grundsätzlich haftet der Betreiber erst ab Kenntnisnahme. Aber bei "gefährdungsgeneigten" Foren wird eine verschärfte Prüfungspflicht angenommen.



Wenn das hier so weiter geht müssen wir uns in absehbarer Zeit keine Gedanken mehr um die Folgen von (noch so gutgemeinten) Beiträgen machen, sondern darum, dass auch dieses Forum hinter ein AVS muss.

Ich werde alles in meiner Macht stehende tun, dass das niemals passieren wird aber....

OHNE EUCH GEHT ES NICHT !!!!!!!!!!!

Ich werde, und ich bitte um Euer Verständnis, den Thread "Strom" somit erstmal gänzlich in den FSK18 Bereich verschieben, da unserem RA eben diverse Beiträge aus diesem Thread zwecks Beurteilung des Sachverhalts vorlagen.


Das der rechtliche Pfad, insb. was das Thema #BDSM innerhalb eines frei zugänglichen Forums betrifft, sehr schmal ist, ist nicht neu.

Werter The_Whiper,

dass Du hier noch Schreiben kannst ist kein Zufall. Es gibt sicherlich noch tausend Dinge zu verbessern, aber beachte bitte, dass dieses Projekt keine kommerziellen Interessen verfolgt.

Es ist eins der letzten seiner Art im DE, die einen Austausch dieser Art noch ermöglicht und zudem auch auch solches rechtlich (ohne AVS) existieren darf.


Das sind jetzt die gutgemeinten Ansichten meinerseits.

Ich hoffe, wir können konstruktive Diskussionen wie diese als solches auch weiterführen.


Wenn Du allerdings Betreiber von Foren dafür haftbar machem willst, dass sie für die Taten von Mitgliedern gerade stehen müssen....(!)


... dann müssten sich alsbald 99% der Foren verabschieden, weil sich selbst bei **** hunderte User an einem Rezept bis zur Unkenntlichkeit verbrennen können, wo die Anleitung zu einem Crème Brulée gegeben wird....

Wir sollten endlich mal aufhören uns an solchen Dingen aufzuhängen....

Liebe Grüße,

Karin
The_Whiper: Karin,

erst einmal vielen Dank für deine Informationen zu meiner Frage. Ich denke, besser kann man sie aus heutiger Sicht wohl kaum beantworten.

Dass da Einiges sehr "Gummi-paragraphenmäßig" läuft wurde ja schon durch @Jagdwolfs Links deutlich. Es scheint mir schwierig, "rechtens" zu handeln, wenn Recht nicht eindeutig ist, sondern letztlich von Richtern "fast beliebig" auslegbar ist.

Dass ich allerdings "...Betreiber von Foren dafür haftbar machem will, dass sie für die Taten von Mitgliedern gerade stehen müssen...." ist eine Fehlinterpretation meines Eingangspostings. Ich will auch keinen Sportveranstalter dafür verantwortlich machen, wenn sich bei einer Sportveranstaltung jemand übernimmt und dabei zu Tode kommt - dennoch, wie vielleicht bekannt, wurde jüngst ein Sportveranstalter eines Berglaufes vor den Kadi gezerrt, weil sich Einzelne eben völlig übernommen hatten - letztlich allerdings freigesprochen.Ich wollte lediglich wissen, wie es sich in Foren rechtlich verhält, nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Danke noch mal für deine ausführliche Antwort und das Einholen einer fachkundigen Meinung, ein Betreiber-Aufwand, der in der Tat nicht selbstverständlich ist.

The_Whiper
Siilberruecken: Jetzt haben wir mit viel Aufwand für Klarheit gesorgt, dafür die Forenleitung bemüht und Rechtsanwälte beschäftigt. Frage, war's nötig? Was machen wir jetzt damit? Verhalten wir uns jetzt anders? Wem hat es was gebracht, was er nicht eh schon wusste oder auch selbst rausfinden konnte?

Kommt jetzt dann die rechtliche Abklärung, wenn Dummdom1 geschrieben hat, Dummdom2 soll seine #Sub Bl**ig schlagen, das würde gegen Renitenz helfen, #Sub fand das aber nicht und hat Dummdom2 angezeigt wegen Körperverletzung und Dummdom2 klagt jetzt gegen Dummdom1 wegen des Tips, wobei zu berücksichtigen ist, dass die Forenleitung und die Admins das noch nicht gelesen hatten ?
The_Whiper: Siilberruecken,

auch wenn ich deine Frage "was hat es gebracht?" bis zu einem gewissen Grad verstehen kann - so schlage ich doch vor, es so zu sehen, was hat es dem Fragesteller - in dem Fall mir - gebracht?

Wenn ich mich für ein Thema WIRKLICH interessiere, dann auch für das ganze "Rundherum" - und da kam eben die Frage für MICH nach Verantwortlichkeiten für Veröffentlichungen im Rahmen eines Forums auf.

Wenn ich die "üblichen" Unterstellungen und Abweichungen vom Grundthema abziehe, habe ich hier von Einzelnen die bestmögliche Antwort auf MEINE Frage erhalten. Das bringt MEINEN Wissensdrang weiter - und hilft MIR (und möglicher Weise auch anderen) in dieser Frage weiter.

Wenn dich diese Frage nicht umtreibt, dann ist das doch völlig ok - dann brauchst du dich doch auch durch diesen Thread nicht durchzukämpfen.


Ich hatte schlicht eine sachliche Frage - und habe (erfreulicher Weise AUCH) sachliche Antworten bekommen - MIR hat das etwas gebracht.

Würde man alle Threads hier löschen, die nicht JEDEM etwas bringen, würde das Forum wohl schlagartig auf 1/1000 der Beiträge schrumpfen... - damit aber auch viele Beiträge verloren gehen, die "nur" Einzelne wichtig finden - das fände ich nicht gut - denn letztlich haben viele ganz individuelle Fragen und suchen Antworten von Kundigen auf ganz bestimmten Gebieten.

Was man hier (aber auch in fast allen anderen Foren) sicherlich lernen muss ist, das für einen selbst Wesentliche aus den "Hahnenkämpfen" einzelner anderer zu extrahieren - aber Übung mach immer noch den #Meister - und ich lerne auch diesbezüglich permanent dazu...


Für mich hat der Thread meine Eingangs-Frage beantwortet - für dich war es offensichtlich gar keine Frage - so what? - das wird uns beiden immer wieder so gehen.

The_Whper
Karinb: @ silberrücken,

Frage, war's nötig? Was machen wir jetzt damit? Verhalten wir uns jetzt anders? Wem hat es was gebracht, was er nicht eh schon wusste oder auch selbst rausfinden konnte?

Kommt jetzt dann die rechtliche Abklärung, wenn Dummdom1 geschrieben hat, Dummdom2 soll seine #Sub Bl**ig schlagen, das würde gegen Renitenz helfen, #Sub fand das aber nicht und hat Dummdom2 angezeigt wegen Körperverletzung und Dummdom2 klagt jetzt gegen Dummdom1 wegen des Tips, wobei zu berücksichtigen ist, dass die Forenleitung und die Admins das noch nicht gelesen hatten ?

Es gibt keine dummen Fragen, nur dumme Antworten.

Dein obiges Beispiel würde in der Tat einen Strafbestand beinhalten, als solches, weil selbst in einem Hobbybastler-Forum wäre ein solches Beispiel - anhand der Schilderung - grenzwertig...

Natürlich kann in einem Internetforum erst dann eingeriffen werden, wenn die Verantwortlichen von bedenklichen Beiträge auch Kenntniss haben. Ohne einen zuvor veröffentlichten Schriftsatz/ Beitrag ist kein Handeln möglich. Anders als bei Printmedien, wo im Vorfeld - vor einer Veröffentlichung - eben sondiert werden kann.

In einem anderen Forum laß ich folgende "Hinweise":

Wir weisen ausdrücklich daraufhin, dass die Beiträge die Meinungen der Teilnehmer widerspiegeln und nicht die des Betreibers oder Systemanbieters. Dass Teilnehmer eigene bzw. kontroverse Standpunkte zu verschiedenen Themen haben, entspricht der Zielsetzung diese Internetangebotes. Die Veröffentlichung von Beiträgen der Teilnehmer bzw. das nicht Entfernen von Beiträgen bedeutet nicht, dass sich die Betreiber dieses Internetangebotes die Meinung zu eigen machen. Wir prüfen, ob Beiträge strafrechtlich- oder jugendschutzrelevant sein könnten. Trifft dies nicht zu, steht es im Belieben jedes Webmasters bzw. Teilnehmers dieses Internetangebotes, sich eine persönliche Meinung über die veröffentlichten Beiträge zu bilden. Bei diesem Internetangebot handelt es sich um einen Markt der Meinungen.

Das trifft es auf den Punkt.

Andererseits ist es doch gar nicht so schwer, sich an die Regeln hier einfach zu halten.



Wie ?



Der Tipp müsste eigentlich für JEDEN verständlich sein hinsichtlich der Regeln:



Stellt Euch einfach vor, eure 16-jährige Tochter (insofern ihr noch keine habt, denkt euch einfach rein), würde hier mitlesen. Und unter eben diesem Aspekt schreibt auch die Beiträge !



PS: Das unser RA für solche Fragen kontaktiert wird ist nicht weiter schlimm, und dass ich für die User-Beiträge letztendlich einstehe, nach Kenntnisnahme, auch nicht...


Mit dem eigentlichen Sinn dieses Projekt hat es allerdings NICHTS zu tun und ich möchte gewisse Herrschaften darum bitten, der Administration einfach dahingehend zu vertrauen, dass Kritik, also konstruktive wie hier vorgebracht, immer Gehör finden wird. Gern auch per PN oder Mail oder per Tel.


Andererseits erwarte ich auch eine gewisse Verantwortung, sowie ein gewisses Mitdenken von den BDSM-Clubber-Bürgern hier.


Das kriegen wir doch hin, oder ?



MFG,

Karin
briggy68: Werte Redaktion
Ich werde, und ich bitte um Euer Verständnis, den Thread "Strom" somit erstmal gänzlich in den FSK18 Bereich verschieben, da ...
Was muss ich denn tun um Zugriff auf den FSK18 Bereich zu bekommen und wo finde ich ihn dann?

LGbriggy
sira: The_Whiper..

ich kenne auch Foren in denen die Forenbetreiber unter jedem! Threatbeitrag schreiben dass es nicht ihre Meinung widerspiegelt sondern die des Verfassers. Die gehen ganz auf Nummer sicher, inwieweit das nötig ist kann ich allerdings nicht beurteilen.

Grusssira

Tantalus: Interessantes Thema: Kultur in Deuschland ja oder nein? Aber ein Thema für einen Extrathreat finde ich, magst du ihn eröffnen? (Gibts hier gar keinen Kuss-smiley?)

sira
koru: Jupp, sowas kenne ich auch, sira. War schnell weg, nachdem das eingeführt worden war, weil es auf mich sehr seltsam wirkte und irgendwie abstossend.Bin eigentlich froh, dass es hier nicht so ist. Vielleicht gewöhnt man sich an diese Balken, ich bin vorher ausgestiegen.

Gruss, blume
The_Whiper: Hmmmm..... blumeberlin,

was konkret siehst du als Problem, wenn der Autor eines Beitrages auch für diesen verantwortlich ist und nicht die Forenleitung/Administration?

Das würde mich echt interessieren!

LG,The_Whiper
koru: Es stört mich ein bisschen, optisch, wenn unter meinen Beiträgen stets ein Spruchband auftaucht, wo drinsteht, dass sich irgendjemand davon distanziert.Denn so drückte man sich in diesem Forum aus.Das Forum xyz distanziert sich von dem Beitrag des Users blume, blablabla undsofort. Nein, das hat mir nicht gefallen und auch optisch sieht das scheisse aus.

Selbstverständlich bin ich für meine Beiträge selbst verantwortlich, und das stört mich auch in keinster Weise.Aber würde hier unter jedem meiner Beiträge der ewig gleiche Tracker auftauchen von wegen, das Forum distanziert sich von dem Beitrag und er ist die alleinige Sicht des Schreibers, würde ich wohl auch hier die #Lust verlieren. Solche Stränge lesen sich auch nicht schön, das ist einfach störend, wenn diese grauen Kästchen unter aber jedem Beitrag pappen.

Dann würde ich das lieber in den Forenregeln festhalten oder wo auch immer, als es ususmässig unter jeden Beitrag zu pinnen, der geschrieben wird.


was konkret siehst du als Problem, wenn der Autor eines Beitrages auch für diesen verantwortlich ist und nicht die Forenleitung/Administration?
Also nochmal: Das stellt für mich kein Problem dar, im Gegenteil, ich finde dieses eine Selbstverständlichkeit.Und aus diesem Grunde stört es mich, wenn ich es unter jedem Beitrag von mir aufs neue Lesen muss.

Und da kommen schon ein #paar Beiträge zusammen mit den Jahren *grin*

Hast Du nachvollziehen können, worum es mir ging, Whiper?

LG blume
The_Whiper: Hallo blumeberlin,

ja, ich kann durchaus nachvollziehen, was du meinst.

Mir ging es auch einzig und alleine um die rechtlichen Fakten in diesem Zusammenhang - um nicht mehr und um nicht weniger. Wie wir erfahren haben, ist da noch sehr viel unsicher und auf wackeligen Beinen, sehr abhängig vom Individuum des einzelnen Richters - spielt ja auch nur eine Rolle, wenn es wirklich zum Streitfall kommt.

LG,The_Whiper